NUMBER 1: RHEINHEIT

Der Dobok (=Trainingsanzug) ist der traditionelle Anzug, der beim Training getragen wird. Der traditionelle Anzug ist höchstwahrscheinlich vom japanischen Karate übernommen worden. Er ist grundsätzlich weiß, denn die weiße Farbe drückt Reinheit und Unbeflecktheit aus. Im asiatischen Kampfsport hat der weiße Anzug sowie der weiße Gürtel auch symbolischen Charakter. Die Farbe weiß ist rein und kann leicht alle anderen Farben annehmen. Sie ist wie ein noch unbeschriebenes Blatt – völlig leer.

Für ein ordentliches Erscheinungsbild sollte er darum immer sauber und glatt gehalten werden bzw. gebügelt sein. Das Tragen des Anzugs soll die Schüler zu einer Einheit werden lassen, deshalb sind Abweichungen von der Kleidungsordnung unerwünscht. Bei Eintritt in einen Verband muss der Schüler allerdings einen Anzug erwerben bzw. besitzen.

HINWEIS: Der Anzug kann natürlich bei der Anmeldung über uns beantragt werden.

Ein Schüler im weißen Anzug ist vergleichbar mit einem noch leeren Glas, in das langsam neues Wissen der Meister eingegossen wird. Der Schüler sollte dieses Wissen und Können “aufsaugen” und verarbeiten, um es dann erfolgreich in die Tat umzusetzen. Unabhängig von dieser Bedeutung entstand der weiße Trainingsanzug wohl ganz pragmatisch aus der Tatsache, dass Farbstoffe früher sehr teuer waren.

Schon beim Anlegen des Anzuges sollte sich eine konzentrierte Geisteshaltung einstellen, die auch beim Betreten des Dojang (= Trainingsraum) präsent sein sollte.
In dem Moment, in dem der Anzug angezogen wird, stellt sich der Kämpfer geistig auf das bevorstehende Training ein. Alles, was nichts mit dem Training zu tun hat, sollte nun keine Relevanz mehr haben.

Das Oberteil soll das Gesäß bedecken – seine Ärmel reichen mindestens über den halben Unterarm, höchstens bis zu den Handgelenken. Schwarzer Rand und schwarzes Revers sind nur für Dan-Träger zulässig.

Der Anzug ist aus leichtem, weißgebleichtem Stoff, der aus einer Art Jacke, Hose und Gürtel besteht. Er ist strapazierfähig, lässt alle Bewegungen zu und widersteht leichtem bis mittlerem Reißen. Zur Grundbekleidung kommen gegebenenfalls noch Schutzausrüstungen für den Wettkampf hinzu. Die Füße bleiben unbekleidet. Ausnahmen gibt es für Sportler mit Fußverletzungen oder Ähnlichem, bei Bedarf sollte man den Trainer fragen. Spezielle Taekwondo-Schuhe gibt es zwar, doch sollten diese nur zu speziellen Anlässen (Vorführungen oder Training im Freien) getragen werden.

Im traditionellen Taekwondo ist das Oberteil ähnlich wie im Judo und Karate eine Jacke, in den wettkampforientierten Varianten ist es dagegen auf der Vorderseite geschlossen, so dass man es über den Kopf zieht. Die Hose ist so verarbeitet, dass ein seitlicher Spagat möglich ist. Sie reicht mindestens bis zur halben Wade.

Dobok (= Trainingsanzug)

Schüler-DobokMeister-Dobok für Danträger