ÜBERLEGT HANDELN?

Gerade in der heutigen Zeit ist die Selbstverteidigung und Selbstbehauptung zu einem unvermeidbaren Instrument geworden. Im Folgenden einige stichpunktartige Informationen, die wir in den Selbstverteidigungsstunden vermitteln wollen

  • das tatsächliche Kriminalitätslagebild der Gewalt
  • Notwehrrechte
  • Möglichkeiten, sich im Vorfeld zu schützen
  • hocheffiziente Verteidigung gegen be- und unbewaffnete Angriffe
  • Problematiken der Angriffe aus Nah- und Ferndistanz und Bodenangriffen

Untersuchungen haben gezeigt, dass selbstbewusstes Auftreten verhindern kann, dass gerade Frauen als Opfer in Frage kommen. Kräftiges „um sich Schlagen“ und Schreien konnte in 70% der Überfälle eine Vergewaltigung verhindern. In sonstigen Fällen sexualisierter Gewalt ließen sogar 95% der Täter von ihren Opfern ab.

Durch Aufklärung, selbstbewusstes Auftreten und das Wissen „Ich kann mich wehren“ sind wir in der Lage, uns vor Übergriffen zu schützen.

Die Techniken zur Selbstverteidigung dienen nicht nur der Verteidigung, sondern auch der Stärkung des Selbstbewusstseins und Selbstwertgefühls, damit, spezifisch Frauen, nicht als Opfer gewählt werden.

Selbstverteidigungstraining und Selbstbestätigung ist jedoch keine Therapie, sondern Prävention. Diese Kurse sind natürlich keine Garantie für den Schutz vor Übergriffen. So gibt es auch äußerst brutale Täter und Angriffe mit Waffen.

Schocksituationen, Erpressungen oder einfach das Vergessen bestimmter Abwehrtechniken machen in vielen Fällen eine Verteidigung unmöglich. Selbstverteidigungstraining und Selbstbestätigungskurse sollen unsere Sportler in die Lage versetzen, sich besser zu schützen und sich dadurch wieder sicherer zu fühlen.

Viele Straftaten laufen nach gleichen oder ähnlichen Mustern ab und können im Idealfall bei einer Verhaltensänderung der Angegriffenen vermieden werden.

Auf dieser Erkenntnis beruht die Konzeption des Kurses „Selbstverteidigungstraining und Selbstbestätigung“. Die Inhalte bestehen aus psychologischen, sportlichen und kriminologischen Teilbereichen und richten sich an Neueinsteiger jeden Alters.

Im psychologischen Teil wird den Teilnehmern in Übungen und Rollenspielen Selbststärkung vermittelt; also zum Beispiel den eigenen Gefühlen vertrauen, frühzeitige Wahrnehmung von Gefahren, selbstbewusste Körperhaltung und ziel- gerichteter Einsatz der Stimme. Im sportlichen Teil werden einfache Schläge, Tritte und Befreiungstechniken geübt, die leicht erlernbar und sofort anwendbar sind.
Im kriminologischen Teil werden Täter- / Opferverhalten, Tatgelegenheiten und Tatsituationen besprochen und die Hilfsmittel der körperlichen Selbstverteidigung vorgestellt. Der Kurs ist ein reiner Präventionskurs, er ersetzt oder ergänzt keine Therapiemaßnahmen.

Angestrebtes Ziel des Kurses ist nicht die perfekte Beherrschung einzelner Kampfsporttechniken, sondern vielmehr der Ausbau von Verteidigungsabläufen. Durch den 8-fachen Deutschen Taekwondo-Meister, Europameister und ehemaliger Taekwondo-Trainer des Nordrhein-Westfälischen-Vollkontaktkaders, Dušan Tomić, werden einfache, aber effektive Selbstverteidigungs- und Verhaltenstechniken vermittelt, die im Falle einer Notsituation auch ohne jahrelanges Training anwendbar sind.